Krankenhaus-Begegnungen und was sie in einem auslösen können

DIABETES MÜTTERBLOG: Wir berichten aus unserem Familienalltag mit der Diabetes Typ1 Erkrankung unserer Kinder

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Durch eine starke Bronchitis mussten wir zwei Tage im Krankenhaus verbringen. Und da begegnet man den unterschiedlichsten Menschen und mit manchen kommt auch ins Gespräch.

Eine Begegnung beim Tee holen im Flur brachte mich zum Nachdenken  … zaghaft Lächeln … ein offenes Gesicht lädt zum Reden ein. Auf dem Flur ein Bett mit einen Jungen, offensichtlich schwer behindert bzw. gesundheitlich sehr eingeschränkt, daneben sitzend eine Frau. Die Oma? Sie wollte reden und wir kamen ins Gespräch.

“… bis zum 3.Lebensjahr, sagt sie, war es mein kleiner fröhlicher Bub, dann stellte man eine Stoffwechselstörung fest, mit 8 konnte er nicht mehr richtig laufen, mit 10 nicht mehr reden, ich kann ihn lesen sagt sie ,lächelt dabei. Eine seltene Krankheit wäre es, keine Heilung, die Lebenserwartung 10 Jahre, aber wir haben jetzt schon 12 geschafft. Sie ist für jeden Tag dankbar,  jede Nacht an seiner Seite, ich schaffe das sagt sie, er hat nur mich …”

Es war nur ein kurzes Gespräch aber vergessen werde ich es nicht. Die Tränen in meinen Augen habe ich versteckt. Antworten konnte ich in diesem Moment nicht, es wären nichtssagende Floskeln gewesen. In diesen Moment fühlte ich mich hilflos, ich hätte gerne die richtigen Worte für die Frau gehabt.

Und so oft ich den Diabetes verfluche, auch mal mit dem Schicksal hadere so dankbar bin ich dann, dass es eine Krankheit ist mit der mein Sohn ein glückliches, erfülltes Leben führen kann.
Ich bin dankbar dafür das uns das Schicksal eine Aufgabe gegeben hat die ich meistern kann, mein Sohn ein Leben vor sich hat in dem er alles machen kann und nur Insulin dafür benötigt.

Mandy

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