Ende der Remissionsphase

DIABETES MÜTTERBLOG: Wir berichten aus unserem Familienalltag mit der Diabetes Typ1 Erkrankung unserer Kinder

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So nun haben wir sie also, die hohen Werte, die nur mit Ach und Krach zu senken sind. Sohnemann gerade 12 geworden, seit Januar 2017 Diabetiker und bis jetzt mit guten Werten gesegnet. Seit 1 Woche immer Werte zwischen 250 und 420. Es ist einfach zum verzweifeln, Korrekturspritzen hat auch nur geringen Erfolg, aber auch durch Erhöhung des Langzeitinsulins kommen wir nicht ans gewünschte Ziel.

Es ist einfach nur nervig, wenn man alles versucht und sich nicht wirklich ein Erfolg einstellt. Nach einem Telefonat mit der Klinik, in dem mir gesagt wurde, dass es wohl so aussieht als würde die Remissionsphase zu Ende gehen und auch die beginnende Pubertät schon ein Wörtchen mit zu reden hat, wünschte ich mir eine Insel herbei. Ich weiß ja nicht wie es anderen Müttern geht, aber in mir machte sich ein bisschen Traurigkeit breit und es wurde mir wieder einmal bewusst, dass wir diesen Begleiter, der es sich ungefragt in unserer Familie bequem gemacht hat, nicht mehr los werden.

Den Schock der Diagnose haben wir mit viel Kampfgeist und positiven Gedanken gut überwunden und alles lief nach einiger Zeit rund. Doch jetzt fühlte ich mich leer und vor allem ausgelaugt. Jedes Gespräch indem es um den Diabetes ging und es ging hauptsächlich darum war mir zu anstrengend. Nur gut, dass mein Sohnemann tiefenentspannt war und sich von seinem Diabetes nicht wirklich nerven ließ. Dafür bewundere ich ihn sehr. Der Wunsch nach guten Werten und meiner Insel blieben also für mich reserviert. Und so kämpfen wir weiter, so wie viele andere wunderbare Familien auch.

Gastbeitrag von Leni

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Eine Antwort

  1. Julia sagt:

    Wir bekamen die Diagnose 10/2016 – mein Sohn, fast 14 Jahre mitten in der Pubertät-Remi ist nun auch vorbei… ja, es ist immer wieder mal ein auf und ab… momentan sehr hoch und wirklich schwierig mit umzugehen.
    Unser Ziel ist nun eine Insulinpumpe und hoffen dann auf “bessere” Werte – Hut ab vor unseren Kindern, die das ganze gut meistern – auch wenn Diabetes oft nur nervt. Hilft ja nicht – wir müssen da durch…

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