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Heiß diskutiert – NDR Beitrag über Insulinpumpen

Seit gestern heiß diskutiert und in aller Munde, der Bericht des NDR über mangelnde Medizinprodukte, in dem es unter anderen auch um eine Insulinpumpe ging.

Den Artikel auf den im mich beziehe, könnt Ihr hier nachlesen:

https://www.tagesschau.de/inland/implantfiles/implantfiles-113.html?fbclid=IwAR2uOLqNGpPrRD-XZntpNDfzFH9-mzLi3TOzk2sZhICVCDbNrDGL3C1iaM8

Diese soll Insulineinheiten ohne äußerlichen Einfluss einfach abgegeben und so das Kind in eine schwere Unterzuckerung gebracht haben. Ich kann weder den Vorfall beurteilen, noch eine Aussage zu dem Vorwurf treffen, aber über die Art der Berichterstattung kann ich was sagen.

Von einen für mich bis jetzt seriösen NDR, WDR und der SZ (Recherchenetzwerk) erwarte ich eine wohl recherchierte Berichterstattung und keine reißerische, hetzerische und schlecht recherchierten Artikel und Beiträge. Und ist der dort so reißerische Vorwurf für mich nicht nachvollziehbar, so bringt dieser Bericht nur negatives für unsere betroffenen Kinder.

Ich frage mich:

Wieviel Lehrer und Erzieher haben jetzt zusätzliche Bedenken gegenüber Insulinpumpen?

Wieviel Krankenkassen verweigern jetzt die Genehmigung?

Mit welchen Vorurteilen haben wir dann noch zu kämpfen?

Mein Sohn nutzt seit 2010 eine Pumpe der hier betroffenen Firma. Seit über 8 Jahren gab es keinen Fehler, der nicht erklärbar war. Wir haben Vertrauen in das Produkt und werden dies auch weiterhin haben. Für uns ist eine Insulinpumpe das Hilfsmittel, auf das wir nicht verzichten wollen.

Und dass dann auch noch ein renommierter Kinder-Diabetologe an den Pranger gestellt wird, weil er mit Hersteller von Insulinpumpen zusammenarbeitet, dann geht das jetzt zu weit. Ein Arzt, der sich mit Zeit und Energie zum Wohle unserer Kinder einsetzt arbeitet mit Industrie und Forschung zusammen, um die Versorgung stätig zu verbessern. Diesen dann rein finanzielle Interessen vorzuwerfen, ist ein Niveau, auf das sich ein seriöser Journalist nicht herablassen darf.

Mir wird angst und bange, wenn ich an die Konsequenzen denke, die daraus entstehen können. Zurück auf Steinzeit mit Aufziehspritzen und Mischinsulin, weil sich Entscheidungsträger der Krankenkassen jetzt durch solche Meinungsbildung beeinflussen lassen?

Aufklärungsarbeit, die durch Jahre von vielen Ehrenamtlichen betrieben wird, verliert durch solche Berichte ihren Wert und wir fangen wieder von vorne an.

Ich habe keine Angst vor dem Produkt, Ich habe Angst vor dem was durch solche schlechte journalistische Arbeit ausgelöst wird!

Eure Mandy

Hinweis:  Dieser Beitrag spiegelt meine eigene, persönliche Meinung wider

Mandy

Mandy

Bereits im Alter von 3 Jahren erkrankte unser Sohn an Diabetes Typ 1. Fast noch ein Kleinkind, hieß es von nun an Pieksen, Messen, Insulin abgeben. In meinen Beiträgen möchte ich zeigen, wie wir alle zusammen mit der Krankheit leben.
Mandy
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