blog Kinder mit typ1 diabetes

Ein kleiner Jahrsrückblick 2017

Heute ist bereits der 01.01.2018. Zeit um einmal das letzte Jahr Revue passieren zu lassen. Schließlich hat sich bei uns im letzten Jahr so einiges getan.

Dabei gibt es für mich vier wichtigste Meilensteine / Änderungen im Jahr 2017, die unseren Diabetes-Alltag wesentlich mitbestimmt beziehungsweise verändert haben.

Ein CGM zum Jahresanfang

Bereits im Januar zog bei uns neue Technik ein. Leonie erhielt ihren ersten Dexcom G5 mobile Sensor. Wir sind, vom FGM Libre auf das CGM von Dexcom umgestiegen. Unsere Tochter war erst nicht so ganz begeistert, schließlich wollte sie nicht schon wieder etwas Neues ausprobieren. Doch im Laufe des letzten Jahres hat sie sich derart mit dem neuen System angefreundet, dass sie nun sich kein anderes System mehr vorstellen kann. Auch für uns Eltern hat der Umstieg auf den Dexcom viele Vorteile gebracht. Wir können endlich wieder in der Nacht schlafen. Schließlich wacht der CGM-Sensor über die Werte und weckt uns im Falle einer Über- oder Unterzuckerung. Eine enorme Erleichterung in unserem, manchmal so stressigen Diabetes-Alltag. (Mehr dazu bald in einem extra Blogpost) 

Eine neue Insulinpumpe, nach 4 1/2 Jahren

Aber nicht nur unser CGM war im letzten Jahr neu. Wir haben nach einigem hin und her, dann endlich im April unsere neue Insulinpumpe von der Krankenkasse genehmigt bekommen. Unsere Tochter wollte unbedingt die schlauchlose Insulinpumpe Omnipod. Der Schlauch ihrer “alten” Pumpe hat sie einfach nur noch gestört. Und ich muss sagen, die Entscheidung für diese Pumpe haben wir bis dato noch nicht bereut. Unsere Tochter kommt sehr gut mit der neuen Pumpe zurecht. Sie fühlt sich nun viel freier und kann, wenn sie es möchte den Diabetes auch einmal “verstecken”, wenn sie es möchte. Wenn ich sehe, wie gut sie mit dem Omnipod zurechtkommt, bin ich froh, dass wir nicht aufgegeben haben, bis wir die Genehmigung endlich hatten.

Die Vorpubertät zog 2017 bei uns ein

Doch neben all der Technik, die den Diabetes-Alltag unserer Tochter erleichtern, ist 2017 noch die Vorpubertät mit allem was so dazugehört, eingezogen. Von Null-Bock Phasen bis ich weiß selbst wie ich alles berechnen und managen muss, ist und war letztes Jahr alles dabei. Die Kinder werden größer, doch das macht den Diabetes-Alltag nicht unbedingt einfacher. Klar kann meine Tochter schon viel selbstständig. Doch die ganzen Diskussionen um wie viele Gummibärchen bei Unterzucker nötig sind, oder ob man mit einem Blutzucker von über 250 mg/dl auch noch ein Stück Kuchen essen kann, sind manchmal ganz schön anstrengend. Doch das ist nur eine Phase, die auch irgendwann vorüber ist. Ach ja, dann kommt die Pubertät und laut meinem Bekanntenkreis soll das das nochmal ein bisschen anstrengender werden.

Neue Schule, endlich fühlt sich das Kind wohl

Im September stand bei uns dann der Schulwechsel in die weiterführende Schule an. Ein Wechsel, dem ich nach unserer nicht so guten Erfahrung in der Grundschule mit gemischten Gefühlen gegenüberstand. Doch siehe da, es geht auch anders. Lehrer die unterstützen, Lehrer die dem Kind bei der Probe im Falle einer Unterzuckerung noch Nachschreibezeit erlauben und Lehrer, die auch keine Angst vor Klassenfahrten mit einem Diabetes Kind haben. Unsere Tochter fühlt sich das erste Mal so richtig wohl an ihrer Traumschule. Und das ist etwas, was das Jahr 2017 für uns positives hinterlassen hat.

Nun ist Januar 2018 und ich bin gespannt, was das neue Jahr so alles für uns bereit hält.

Was waren Euren wichtigsten Meilensteine 2017 in Bezug auf Euren Diabetes-Familien-Alltag?

 

 

 

 

 

Kathy

Kathy

Im November 2012 erkrankte meine damals 5jährige Tochter an Diabetes Typ 1. Eine Krankheit die unser (Familien-)Leben vollkommen auf den Kopf gestellt hat.
Kathy

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2 Comments

  • Swantje 01/01/2018 at 20:05

    Hej Kathy,
    Ein frohes Neues wünsch ich dir und allen Zuckereltern:)
    Meine Diabetes-Highlights 2017 waren:
    1. Teilnahme an der ViDiKi- Studie (Telemedizinische Studie, einmal im Monat skypen wir mit einer Diabetologin, seeeeehr hilfreich!)
    2. Aufnahme meines Kindes in einer Kita, wo alle (wirklich alle) Pädagoginnen gesagt haben, sie wollen den Umgang mit der Insulinpumpe lernen. Ein tolles, offenes Mitarbeiter-Team, welches das Diabetesmanagement klasse wuppt!:)
    3. die lückenlose Versorgung von medtronic mit CGM- Sensoren. Brauchte nur 10 Telefonate und 3 Briefe meinerseits (aber hej, wann klappt was ohne Nervenkrieg…?), und zack!!- nach 5 Wochen kamen wieder zwei Pakete an. Was ist das Leben als Zuckermama manchmal spannend…:)

    Liebe Grüße ausm Norden,
    Swantje

    Reply
    • Kathy 01/01/2018 at 20:21

      Hallo Swantje,

      vielen Dank für Deine Highlight 2017. Das mit dem Kindergarten-Team freut mich sehr für Euch. Es ist so toll, wenn Erzieher Kinder und Eltern unterstützen. Wir hatten auch so ein tolles Kindergarten-Team, das uns selbst in der Grundschulzeit noch sehr viel geholfen hat. Die CGM-Sensoren sind einfach Goldwert. Wir möchten auch nicht mehr ohne. Zwar haben wir wie ihr keine Verbindung mit der Pumpe, aber dafür keinen Schlauch, was meiner Tochter viel wichtiger war.
      Ich wünsche Dir und Deiner Familie alles gute fürs neue Jahr 🙂

      LG
      Kathy

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