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Basalratentest – eine Zerreisprobe für Mama und Kind

Es gibt nichts Schlimmeres für meinen Sohn wie einen Basalratentest. Leider ist es manchmal unabdingbar. Kleiner Änderungen und Anpassungen sind bei uns ja fast an der Tagesordnung zu unstetig ist der Tagesablauf. Wenn ich merke es läuft gerade nicht sitze ich über dem Protokoll der Insulinpumpe, schreibe Tagebuch und versuche rauszufinden an was es gerade hängt. Das läuft in unserem Diabetesalltag so nebenbei. Gut manchmal verfalle ich darin, mir das in Tabellen bildlich darzustellen und Diagramme zu malen. In diesen Momenten bilde ich mir ein das ich das Diabetesmonster vielleicht etwas durchschauen.

Aber wenn dann meine Bemühungen ins Leere laufen muss ein Basalratentest einfach mal sein. Für einen 9-jährigen ist dies natürlich die Höchststrafe. Genau an diesem Tag stirbt er den Hungertod. Dann reicht Rohkost nicht aus diesen Riesenhunger zu stillen. Und so wird dieser Tage zur Zerreisprobe für uns beide.

Wie führe ich einen Basalratentest durch?

Gelernt haben wir das ein Test über mehrere Tage durchgeführt werden soll. Also ein Tag am Morgen, ein am Mittag und am dritten Tag für abends. Wir brauchten diesen Test noch nie für das ganze Tagesprotokoll. Unsere Basalratentest beziehen sich immer nur auf den Abend.  Mittag gibt es dann ein leichtes Menü. Also nichts Fettes was den Wert noch Stunden später verfälschen könnte. Dann sollte es natürlich ein normaler Tag sein an dem kein sportliches Ereignis oder ähnliches stattfindet. Um dann mit dem Test beginnen zu können sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Keine Hypo (Unterzucker) in den letzten 12 Stunden, da die Gegenregulation den Wert verfälscht
  • Blutzucker zwischen 100-160 mg/dl

Spielt das alles mit kann der Test beginnen. Zur Hilfe für mich habe ich im Internet ein gutes Protokoll gefunden um mir die Werte zu notieren.  Ich messe den Blutzucker dann stündlich.

Wie gehe ich mit dem Ergebnis um?

Fällt der Blutzucker unter 80 mg/dl oder steigt über 200 mg/dl breche ich den Test ab. Muss gegen eine Hypo gegessen werden oder bei einem zu hohen Wert korrigiert ist der Basalratentest vorbei. Schaffen wir ihn ganz durchzuführen ändere ich die Basalrate in kleinen Schritten. Bei uns mit der Insulinpumpe muss ich darauf achten das die Basalrate eine Stunde früher verändert werden muss wie im Protokoll die höheren Messwerte angezeigt werden. Auch achte ich darauf mich langsam an die höhere Dosis an zu nähern. Bis diese greift warte ich 2-3 Tage ab. Sollte dann noch Bedarf bestehen verändere ich wieder.

Das mein Sohn in dieser Zeit nicht verhungert gibt es Rohkost und Kohlenhydratfreie Getränke. Aber das muss jeder individuell für sich entscheiden. Empfohlen wird in dieser Zeit gar keine Nahrung zu sich zu nehmen. Dies wäre bei uns undenkbar.

Mandy

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