kinder diabetest typ1 unbewusste sorgen und nöte

Schlecht geträumt …

Die Diabetes Erkrankung verfolgt unsere Kinder manchmal bis in den Schlaf. Und manchmal zeigen sich so auch ihre verdrängten Sorgen und Ängste. Leonie ist vor kurzem ganz verängstigt aus einem Albtraum aufgewacht. Sie war ganz aufgewühlt und musste mir gleich noch mitten in der Nacht von ihrem Traum erzählen.

Sie träumte, dass wir irgendwo auf einem Parkplatz waren. Dort stand ein Mann. Dieser hat erst mit seinem Handy telefoniert, doch dann ist er plötzlich sehr schnell auf sie zu gerannt und hat ihre Tasche mit den Messsachen und ihren Notfall-BEs geklaut. Wir standen dann also auf dem Parkplatz ohne ihre so wichtigen Diabetes Utensilien. Sie fühlte sich danach sehr zittrig und konnte nicht messen und Traubenzucker hatten wir auch keinen mehr.

Für Leonie war dieser Traum sehr beängstigend. Nicht einmal mehr unser altbewährtes schlechte Träume wegpusten hat geholfen, diesen Traum schnell vergessen zu machen. Mir zeigt dieser Albtraum, dass sie ihre Krankheit wohl mehr beschäftigt, als sie uns nach außen zeigt. Wie sehr die große Verantwortung für die Krankheit unsere Kinder (unbewusst) belastet und welche große Last sie dadurch schon in so jungen Jahren tragen müssen.

Ich frage mich, wie ich sie mehr unterstützen kann. Nicht nur im Diabetes Alltag. Nein, auch psychologisch. Ich kann eigentlich nur immer gesprächsbereit sein, wenn sie über ihre Ängste und Nöte sprechen möchte. Ich kann versuchen, sie zu stärken und so viel Last von ihrer Schulter zu nehmen, wie mir möglich ist. Doch alles, kann ich ihr leider nicht abnehmen. So gerne ich das auch tun würde.

Kathy

3 Comments

  • unserlebenmitemily 04/03/2016 at 14:59

    Emily redet auch sehr oft von ihrer Krankheit. Ich denke, es ist wirklich ein großes Thema. Angeblich gibt es ja psychologische Betreuung für Kinder mit chronischen Krankheiten. Haben wir allerdings bis jetzt noch nicht ausprobiert. Wart ihr schon mal auf einer Mutter- Kind- Kur? Da wird man ja auch geschult, wie man am besten damit umgeht. Für uns wäre das nichts, so lange aus der gewohnten Umgebung heraus. Sonst finde ich so etwas aber gar nicht schlecht.

    Reply

Leave a Comment