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Unsere Briefe an den Diabetes unserer Kinder

dbwSchreibe Deinen Diabetes einen Brief, ist ja nicht unserer, gehört zum Leben unserer Kinder  aber zu sagen haben wir Ihm was.
Und wie fängt man da an? Lieber Diabetes? Hallo Diabetes? Sehr geehrter Diabetes?
Oder einfach so….

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Kathys Brief an Leonies Diabetes:
Sehr geehrter Diabetes,
Meine Tränen still und heimlich fließen, so wie du vor zwei Jahren heimlich, still und leise in unsere Leben getreten bist, um es mit einem großen Knall dauerhaft zu verändern.
Vieles dreht sich seit dem nur noch um Dich. Einmal einen Tag ohne Dich verbringen, ist leider nicht möglich. Dich zu vergessen auch nicht. Denn du willst beachtet werden, willst gepflegt und umsorgt werden und das bei Tag und in der Nacht. Immer wenn man denkt, jetzt haben wir dich verstanden, jetzt wissen wir wie wir dich behandeln müssen, zeigst du uns eine komplett andere Seite von Dir. Es gibt Tage da bringst du mich zur Verzweiflung, aber dann sind da Gott sei Dank die Tage an denen ich dir zeige, dass ich mich von dir nicht unterkriegen lasse.
Was ich dir für die Zukunft versprechen kann ist, dass ich meine Tochter stark machen werde, damit sie ihr Leben so meistern kann, das du nicht an erster Stelle stehst.

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Mandys Brief an Timos Diabetes:
He, weißt Du was ich Dir immer schon mal sagen wollte? Nein? Na dann passe mal auf: Als Mutter wünscht man sich immer ein gesundes Kind, mit einmal kamst Du leise, schleichend in unser Familienleben. Einfach warst Du da, ungewollt und unverstanden. Brachtest Tränen, Verzweiflung und Wut.
Wir sind nicht einfach nur 3, sondern immer 3 plus Dich. Du fordert Aufmerksamkeit und Beachtung, hältst uns auf Trab.
Doch aus Tränen, Verzweiflung und Wut wurde Lachen, Akzeptanz und Mut. Und meinen kleinen Mann hast Du selbstbewusst gemacht.
Er wird seinen Weg gehen, immer mit Dir, Seite an Seite.PS. An Deinen Benehmen musst Du noch arbeiten!

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Heikes Brief an Phils Diabetes:
Hallo Diabetes,
dass Du es weißt – wir wollten Dich nicht! Jetzt haben wir Dich jeden Tag um uns rum – 24 Stunden -. Ich kann Dich nicht mal leiden und ich muss Dich hegen und pflegen und versorgen und mich ständig um Dich kümmern als wärst Du unser bester Freund. Also pflege ich Deine Katherstellen mit Creme – wechsele jede Woche die Ampulle für die Pumpe, denn du kannst Insulin, das länger als eine Woche in der Pumpe ist oder länger als 4 Wochen im Gebrauch ja nicht leiden, überwache Deinen Blutzucker! Wir berechnen ganz genau die KE – geben Dir das was du brauchst – wir denken ständig an Dich und geben unser Bestes – und was machst Du???? Du bist unberechenbar – als scheinst Du mit uns total unzufrieden zu sein. Wir können uns auf nichts verlassen – was einmal klasse funktioniert hat ist das andere mal nichts! Du bist für uns ein echter Einschnitt ins Leben.
Phil hat Dich für immer – wir als Familie haben Dich für immer!

 

Mandy

Bereits im Alter von 3 Jahren erkrankte unser Sohn an Diabetes Typ 1. Fast noch ein Kleinkind, hieß es von nun an Pieksen, Messen, Insulin abgeben. In meinen Beiträgen möchte ich zeigen, wie wir alle zusammen mit der Krankheit leben.
Mandy

1 Comment

  • Christina Lucas 22/09/2014 at 22:17

    Oft frage ich mich warum hat mein Kind “diesenScheiß” bekommen? Warum? Mein Mann hat dann mal zu mir gesagt: Weil er es kann, er kann es aushalten und wir können es! Wir unterstützen ihn mit unserer ganzen Liebe und unserem Willen für ihn ein ganz normales Leben hinzubekommen. Es kostet uns sehr viel Kraft, aber wir bekommen es hin und er ist ein super Junge. Er hält alles aus und für ihn ist es selbstverständlich. Er ist ein toller Junge und die letzen 2 Jahre (er war 3 Jahre als er Diabetes bekam), haben ihn sehr geprägt. Er ist so zielstrebig und konsequent weil er es nicht anderst kennt. Er kann es! Und wir können es! Diabetes auch du hast ein kleines bisschen dazu beigetragen, dass unser Junge ein besonderer Mensch ist und es auch immer bleiben wird. Ohne dich wäre vieles so viel besser. Mein Junge ist schon so selbstständig durch dich gewordern, aber er ist doch noch immer von so vielen MEnschen wegen dir abhängig und das “kotzt” mich total an! Aber leider kannst du ja nicht einfach so verschwinden, leider! Wir kämpfen jeden Tag gegen dich und mit dir und wir werden gewinnen. Weil wir es können und wollen. ER kann es und wird es aushalten und ein glückliches Leben leben auch mit dir. Er kann es eben und deswegen bist du sein Begleiter …

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