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Die Antwort auf meinen Brief an Fr. Ministerin Huml / Bayern

Nach einiger Zeit, habe ich eine Antwort auf meine Anfrage bei Frau Gesundheitsministerin M. Huml (Bayern) erhalten.

Und ich muss sagen, ich bin sehr enttäuscht von diesem Schreiben. Aber vielleicht habe ich einfach zu viel erwartet. Habe erwartet, dass die Politik sich wirklich für die Probleme ihrer Mitmenschen interessiert. Habe erwartet, dass die Politik ihrer Aufgabe erkennt, uns und unseren Kinder mit einigen kleinen Entscheidungen das Leben zu erleichtern, zu verbessern.

Ja, man stimmt mir zu, dass der Unterschied Diabetes Typ 1 und Typ 2 der Bevölkerung nahezubringen, “um ungerechtfertigte Vorurteile und Diskriminierungen zu vermeinden”. Die Unterschiede werden im neuen Bayerischen Diabetesbericht 2014 erläutert. Aber jetzt mal ehrlich, wer informiert sich denn in einem Staatsbericht über Diabetes? Ich nicht. Und ich denke die breite Öffentlichkeit auch nicht.

Was ich mir hier von der Politik wünsche: Eine staatlich finanzierte Aufklärungskampagne, an Schulen, Kindergärten, in Bereichen des öffentlichen Lebens.

In meinem Brief habe ich angemerkt, dass man den Zugang zu modernen Hilfsmitteln wie Insulinpumpe, CGM den Familien erleichtern sollte. Leider bezieht sich die Antwort des Staatsministeriums fast ausschließlich nur auf diesen kleinen Teil meiner Anfrage. Ja, ich habe in den Schreiben erwähnt, dass wir kein CGM bekommen haben, da es sich laut MDK um eine neue, nicht erprobte Behandlungsmethode handelt. Und nein, ich wollte kein CGM vom Staatsministerium genehmigt haben.

Was ich mir hier von der Politik wünsche: Hilfestellung, das unsere Politiker sich in den entsprechenden Gremien und Entscheidungsräten den Weg zu modernen Hilfsmittel “frei” machen. Das alle an Diabetes Typ 1 erkrankten Kinder ein weitgehend “normales” Leben führen können.

Leider gab es auf meine Bitte die Situationen in den Schulen / Kindergärten für unsere Kinder zu verbessern, gar keine Resonanz. Kein einziges Wort über dieses Thema in der Antwort des Staatsministerium. Das finde ich sehr schade.

Was ich mir hier von der Politik wünsche: Feste Vorgaben von Seiten der Politik. Wir verlangen nicht, dass die Lehrer / Erzieher die richtige Insulinmenge berechnen. Aber wir fordern, dass alle Lehrer im Umgang mit der Krankheit Diabetes mellitus Typ 1 geschult werden müssen, sobald ein Kind mit dieser Krankheit in die betreffende Schule kommt. Wir erwarten, dass die Last, die Verantwortung, die unsere Kinder alleine in der Schule für ihre Krankheit tragen, ein Stückweit auf die Lehrer umgelegt wird. Dass die Lehrer sich nicht mehr aus ihrer Verantwortung stehlen können, weil es keine von der Politik festgelegten Vorschriften gibt. Klassenfahrten, Tagesausflüge, etc. häufig werden unsere Kinder hier ausgegrenzt und dürfen nicht mitfahren, weil die Lehrkraft nicht will. Das kann nicht sein.

So nun zum Schlusswort: Nächstes Jahr ist der Jahresschwerpunkt “Kindergesundheit”. Sie nehmen gerne als Anregung auf unsere Kinder und andere chronisch kranke Kinder in die Veranstaltungen und Veröffentlichungen einzubeziehen. Was soll ich dazu noch sagen.

Einen kleinen Lichtblick gibt es, doch nicht in Bayern, nein in NRW. Die FDP Landtagsfraktion hat einen Antrag gegen die Benachteiligung von Schülern mit Diabetes Typ 1 gestellt.
Hier zum Nachlesen: https://www.schneider-susanne.de/files/37027/MMD16-5037.pdf

Ich habe hier meine Gedanken zur Antwort des Staatsministeriums für Gesundheit niedergeschrieben. Aber lest selbst, und bildet Euch Eure eigene Meinung:

 

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Antwortschreiben – Seite 1

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Antwortschreiben Seite 2

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Antwortschreiben Seite 3

Kathy

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