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Abhängig – wenn Kindern mit Diabetes Typ 1 die Insulinpumpe verwehrt wird.

Das wird kein Beitrag über Sucht.

Abhängig ist man bei der Diabetestherapie leider auch von Entscheidungen wildfremder Leute bei Behörden und Krankenversicherungen.
Das erlebe ich gerade mal wieder hautnah. In meiner Selbsthilfegruppe kämpfen derzeit zwei Familien, um die Genehmigung einer Insulinpumpe für ihre Kinder.
Eine Familie soll nach der 3-monatigen Probezeit wieder zum Pen wechseln. Netterweise kommt der Brief (mit der Ablehnung) 2 Tage vor Weihnachten und das Kind merkt, dass sich die Eltern sorgen. Oh du schöne Weihnachtszeit.

Ich möchte von den Entscheidungsträgern gern mal wissen, wie sie reagieren würden, wenn es ihr Kind wäre. Was sie zu ihrem Kind sagen würden, wenn es mit Tränen in den Augen vor einen steht und bittet die Geschenke wegzulassen – Hauptsache die Pumpe bleibt. Oder selbst einmal zu sehen, wie dem Kind das Stück Lebensqualität, das es durch die Pumpe erleben durfte, wieder weggenommen wird.
Wer sitzt da bitte und sagt ja oder nein, wer nimmt sich das Recht zu entscheiden was für unsere Kinder das Beste ist. Und in welchen Land leben wir eigentlich, dass Fortschritt vermitteln will und den seiner Zukunft verwehrt.
Aktuell warte ich auch auf eine Entscheidung, bin abhängig. Entschieden wird über 5(!!!) Sensoren für mein Sohn, um zwischendurch einen detaillierten Überblick seiner Blutzuckerwerte zu bekommen.
Jetzt bin ich abhängig vom MDK, der Krankenkasse und hoffe das da einer sitzt der JA sagt.

Mandy

Mandy

Bereits im Alter von 3 Jahren erkrankte unser Sohn an Diabetes Typ 1. Fast noch ein Kleinkind, hieß es von nun an Pieksen, Messen, Insulin abgeben. In meinen Beiträgen möchte ich zeigen, wie wir alle zusammen mit der Krankheit leben.
Mandy
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