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Alle 4 Jahre wieder – Folgeverordnung Insulinpumpe & MKD?

Die Insulinpumpe unserer Tochter ist jetzt etwas über 4 Jahre alt, teilweise hat zeigt sie schon die eine oder andere Ermüdungserscheinung, so, dass wir gemeinsam mit unserem Kinderdiabetologen einen Folgeantrag für eine neue Insulinpumpe bei unserer Krankenkasse einreichten. Unser Arzt hat uns auch schon vorgewarnt. Er hat schon das eine oder andere mit Krankenkassen und Folgeanträge erlebt. Doch ich wollte es auf alle Fälle versuchen und war der Hoffnung, dass unsere Krankenkasse schnell positiv entscheiden würde. Doch jetzt kam ein Schreiben von der Krankenkasse (BKK) das unser Antrag auf ein Hilfsmittel (Insulinpumpe) zum MKD zur Begutachtung weitergegeben wurde. Wie lange wird es jetzt wohl dauern einen positiven Bescheid in den Händen zu halten?

Folgeantrag Insulinpumpe – neues Pumpenmodell – wieder MKD?

Unser Folgeantrag beinhaltet allerdings eine andere Insulinpumpe, als die bisherige. Unsere Tochter möchte so gerne auf die schlauchlose Insulinpumpe Omnipod von MyLife Diabetescare wechseln. Das hat verschiedene Gründe. Zum einen kommt sie jetzt in ein sehr schwieriges Alter, indem der Schlauch einfach nur als störend empfunden wird. Zum anderen, weil der Omnipod für uns noch den einen oder anderen Vorteil mit sich bringt. So müssten wir beim Schwimmen nicht mehr die Insulinpumpe entfernen und sie hätte auch beim Schwimmen das für sie so wichtige Basalinsulin. Und zum anderen können wir die gemessenen Glucosewerte des FreeStyle-Libre direkt in die Insulinpumpe eingeben, um eine entsprechende Korrektur zu berechnen. Dies ist mit unserer derzeitigen Insulinpumpe leider nicht möglich. Damit unsere Tochter die benötigte Korrektur im Bolusrechner errechnen kann, muss sie sich nochmal in den Fingerpieksen, diesen zusätzlichen Messstreifen und den Pieks könnten wir mit dem Onmipod also vermeiden.

Nun ist unser Antrag für den Omnipod also erstmal wieder beim MDK gelandet. Und das ganz ohne irgendwelche zusätzlichen Informationen oder Tagebucheinträge. Ich kann mir da schon vorstellen, wie das nächste Schreiben der Krankenkasse aussehen wird. Bitte reichen Sie ihre Tagebucheinträge und weitere Informationen nach. Und schon wieder kann man die Entscheidung ein paar Wochen hinauszögern.

Warum ist es so schwer für die Krankenkassen Folgeanträge auch einfach durchzuwinken? Warum muss man uns Eltern und Kinder immer wieder Steine in den Weg legen? Haben wir uns diese Krankheit für unsere Kinder ausgesucht? Nein, sicherlich nicht. Wir wollen nur das Beste für unsere Kinder und das sie auch in Zukunft ein unbeschwertes Leben (auch mit der Krankheit) leben können. Und das Beste ist in unserem Fall eine Insulinpumpe. Wir werden sicherlich nicht auf eine Insulinpumpe für unsere Tochter verzichten. Eher werden wir Widersprüche einlegen, immer wieder und immer wieder.

Keine Insulinpumpe – für uns keine Option

Keine Insulinpumpe wäre für uns keine Option. Wir arbeiten sehr viel mit den verschiedenen Funktionen der Pumpe wie verzögertem Bolus, herabsetzen oder anheben der temporären Basalrate, Bolusrechner für Essens- und Korrekturbolus usw. Sie erleichtert uns den oft so stressigen Diabetes-Alltag und unserer Tochter ermöglicht sie ein selbstständiges Kinderleben.

Bleiben wir also guter Dinge und sind gespannt auf das nächste Schreiben der Krankenkasse. Ich werde auf alle Fälle weiter darüber berichten.
Ging es Euch genauso? Welche Erfahrungen habt Ihr bei Folgeanträgen gesammelt?

Kathy

Kathy

Im November 2012 erkrankte meine damals 5jährige Tochter an Diabetes Typ 1. Eine Krankheit die unser (Familien-)Leben vollkommen auf den Kopf gestellt hat.
Kathy

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2 Kommentare

  • Patricia 15/01/2017 at 23:43

    Liebe Kathy,
    die Erfahrung habe ich auch schon gemacht, was das Nerven und vor allem auch Zeit kostet! Ich wünsche Euch ganz viel Kraft und dass ihr die Pumpe bekommt. Haltet uns auf dem Laufenden! LG

    Reply
  • Swantje 29/12/2016 at 19:41

    Liebe Kathy,
    Diesen Ärger mit der Krankenkasse kenne wir zu gut. 1,5 Jahre haben wir für die Kostenübernahme des CGMs für unseren Sohn gekämpft- zu letzt mit Hilfe unseres Anwaltes. Und so werde ich auch in Zukunft weiter vorgehen- die Erfahrung hat gezeigt, dass die Krankenkasse auf Zeit spielt und Kosten sparen will. Somit werden weitere Kämpfe unser Anwalt ausfechten, mir selber fehlt da mittlerweile die Kraft für. Dir und deiner Familie alles Gute,
    Viele Grüße
    Swantje

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