Diabetes Kids Pubertät Probleme

Ein neuer Mitbewohner namens Pubertät

Wenn zum Diabetes Typ1 noch Hormonschwankungen kommen

Sechs Jahre nach dem das Monster Diabetes bei uns eingezogen ist, kommt jetzt der nächste ungewollte Gast. Dieses Monster nennt sich Pubertät. Dies versucht sich gerade sich in unser Haus zu schleichen. Ersten Anzeichen sind auf jeden Fall da.

Seit vier Wochen zeigt Timo starke Stimmungsschwankungen. In der einen Minute himmelhochjauchzend im nächsten Moment zu Tode betrübt. Das ist wirklich anstrengend. Diese Schwankungen führen zu Diskussionen, die im Grunde unnötig sind. Er reagiert gereizt auf Dinge, die bis jetzt selbstverständlich waren und auch sein Körper verändert sich langsam. Auch Schwankungen in seinem Blutzuckerwerten sind bemerkbar. Unerklärliche Veränderungen die vielleicht durch die Hormonausschüttung verursacht werden. Das alles sind Anzeichen das sie kommt, die Pubertät.

Aber was uns als Eltern wirklich zu schaffen macht, ist das in Frage stellen seiner Diabetes-Therapie. Seit Timo in der Schule ist, bemühen wir uns ihn in seine Therapie mit einzubeziehen. Er beherrscht seine Insulinpumpe, weiß wie man Katheter und Insulin wechselt. Er kann seine Basalrate jeder Situation anpassen und kann unterwegs sein Essen recht genau schätzen. Dies alles soll ihn zu seiner Selbstständigkeit führen und wir denken das wir ihn ein verantwortungsvoller Umgang damit auf den Weg geben. Wir sind dabei immer die Entscheider und die Ausführenden und er ist in jeder Handlung mit einbezogen. Lief dieses Modell bei uns jetzt immer gut, ändern die Hormone alles.

Das Monster kommt, Vorpubertät

Darf man bei einen Blutzucker von 300 Schokolade essen?                                                                                   Wie viel Traubenzucker oder Gummibärle braucht man bei einer leichten Hypo?
Braucht es unbedingt einen Ess-Spritzabstand?
Ab welchen Wert muss man sofort korrigieren? Reicht es nicht das man erst fertig spielt?

Jetzt wird jeder dieser Ratschläge oder sogar Anweisungen, wie er in der Situation zu handeln hat,  in Frage gestellt und ausdiskutiert. Dinge die bis jetzt klar waren, will und kann er nicht mehr verstehen. Im Moment ist die Erkrankung noch nicht das Problem aber der Umgang damit wird schwieriger. Und vor allen anstrengender für uns alle. Gerade in der Zeit der Ferien in der wir die ganzen Tage gemeinsam verbrachten kam ich an meine  Grenzen. Und auch wenn man bemüht ist dieser Phase mit Nachsicht und Verständnis zu begegnen kommt es zu Konflikten. Dies passiert auch Eltern von Kindern ohne zusätzliche chronische Erkrankung, uns macht es den Umgang mit Diabetes Typ1 aber noch schwerer.

Jetzt können wir nur abwarten was der neue Mitbewohner so alles mitbringt an neuen Herausforderungen für uns Eltern und unsere Kinder.

 

 

Mandy

Mandy

Bereits im Alter von 3 Jahren erkrankte unser Sohn an Diabetes Typ 1. Fast noch ein Kleinkind, hieß es von nun an Pieksen, Messen, Insulin abgeben. In meinen Beiträgen möchte ich zeigen, wie wir alle zusammen mit der Krankheit leben.
Mandy

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