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Was, wenn mit mir mal was ist?

Ich musste mich vor kurzen einen kleinen operativen Eingriff unterziehen. Dies war, wie man sagt eine Routineangelegenheit Trotzdem brauchte ich eine Vollnarkose und musste eine Nacht im Krankenhaus bleiben. Die Organisation für die Betreuung unserer Kinder betrifft ja jede Mama, nicht nur uns Mütter von Diabetes Kindern. Bei uns übernahm das mein Mann. Er nahm sich frei um Timo vor und nach der Schule zu betreuen.

Umso näher der Termin rückte umso aufgeregter wurde ich. Nicht nur Angst vor dem was auf mich zu kommt, sondern auch Ängste was, wenn was ist. So cool ich eigentlich bin, in ruhigen Momenten habe ich mir Sorgen gemacht. Nach dem Narkosegespräch kamen mir diese Gedanken in meinen Kopf. Ich weiß nicht ob es jetzt richtig ist darüber zu sprechen bzw. zu schreiben aber meine Gedanken drehten sich wirklich darum, dass ich mein Kind zurücklassen müsste.
Habe ich ihn alles mitgegeben was wichtig ist? Nicht nur um durchs Leben zu gehen, sondern vor allen in Bezug auf Diabetes. Vermittle ich ihn den richtigen Umgang damit? Kann er sich allein helfen? Timo lässt sich den Katheter nur von mir wechseln. Der Papa darf das gar nicht. Könnte er sich da weiterhelfen, wenn ich mal ausfalle. Ich bin die Hauptperson die sich um das Diabetes Management kümmert. Ich bin die wandelende Auskunft über KE Einheiten, Insulinmengen und Anpassungen. In wie weit ist er selbständig genug, sollte ich mal ausfallen? Das war ein regelrechtes Gedanken Karussell aus dem ich nicht mehr raus kam. Ich war kurz davor den Termin abzusagen. Weil ich mir diese Ängste richtig eingeredet habe und die mich nicht mehr losließen.

Ich denke jede Mama eines Diabetes Kind denkt einmal über so eine Situation nach. Wir sind nun mal die Hauptperson in Leben unsere Kinder. Für mich habe ich den Weg gewählt meinen Sohn sehr selbstständig zu erziehen und ihn im Umgang mit seinem Diabetes in jeder Situation mit ein zu binden. So, hoffe ich, ist er darauf vorbereitet dies ohne mich zu managen.
Meine Operation verlief natürlich ohne Vorkommnisse. Meine Männer zu Hause kamen sehr gut ohne mich zurecht. Meine Sorgen davor waren unbegründet.

Mandy

Mandy

Bereits im Alter von 3 Jahren erkrankte unser Sohn an Diabetes Typ 1. Fast noch ein Kleinkind, hieß es von nun an Pieksen, Messen, Insulin abgeben. In meinen Beiträgen möchte ich zeigen, wie wir alle zusammen mit der Krankheit leben.
Mandy

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4 Kommentare

  • Tim (@Tim_T1D) 20/04/2016 at 22:10

    Ich habe zwar keine Kinder und kann es daher nur bedingt nachvollziehen, aber das ist doch eigentlich ein Zeichen, wie wichtig dir dein Kind ist. Und ich denke, das Diabetes-Wissen wäre nicht das, was deinen Männern dann am meisten fehlen würde… 😉 Wie wir sicher alle schon nach der Diagnose gemerkt haben: Wenn man muss, kann man viel mehr, als man vorher denkt!
    Vielleicht willst du das ja auch zum Anlass nehmen, um in Zukunft gewisse Dinge mit ihm (und/oder dem Papa) zusammen zu machen und ihn dann irgendwann alleine machen zu lassen. Nicht, dass er das in näherer Zukunft brauchen soll, aber es ist doch sicher auch schön, wenn er mit der Zeit noch selbstständiger wird – auch für ihn.

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    • mandy 21/04/2016 at 06:25

      Danke für die lieben Worte. Und ja das loslassen oder abgeben muss ich üben. Lg Mandy

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  • Peter Hopfinger 20/04/2016 at 17:59

    Liebe Mandy ich verstehe die Überlegungen durchaus. Ihr liebt uns und macht Euch – oft unberechtigt – Sorgen um uns Männer. Verständlich es gibt ja nichts besseres in der Art. Aber Deinen Schlussstrich möchte ich noch gern auf Wiedersehen bringen: Guat is gangen, nix is gschehn.
    Ein Tipp noch: vielleicht sollten Mama & Papa einmal gemeinsam den Sensor setzen. Just in case…LG Peter Hopfinger

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    • mandy 21/04/2016 at 06:25

      Danke Peter.

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