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Schwimmbadbesuch mit Insulinpumpe

Bei Temperaturen von über 35° im Schatten gibt es nur eines: Ab ins Freibad, in den eigenen Pool oder an einen Badesee. Der Sprung ins kühle Nass ist für Kinder im Sommer ein Muss. Und bei den derzeitigen Temperaturen kann wohl jeder eine kleine Abkühlung gut gebrauchen.

Doch einfach ins Freibad und ab ins Wasser ist nicht, v.a. wenn das Kind eine Insulinpumpe trägt. Da müssen wir Eltern dann schon einiges beachten. Wie in vielen Bereichen haben wir auch hier vieles ausgetestet. Für gut befunden oder wieder verworfen. Die besten Erfahrungen konnten wir während unserer Urlaubsreisen nach Italien sammeln. Da waren wir jeden Tag viel am/im Pool, in dieser Hinsicht für uns also ein absoluter Härtetest.

Worauf wir alles achten müssen: 1. Blutzucker, 2. Insulinpumpe/Messgerät und 3. Katheter

1. Den Blutzucker im Auge behalten

Während eines Badetages müssen wir auf alle Fälle den Blutzucker etwas öfters messen als “normal”. Denn Leonie unterzuckert gerne mal im Wasser. Und es kann schon mal vorkommen, dass sie die Symptome einer Hypo im Wasser nicht gleich als solche wahrnimmt. Und wir messen natürlich auch bevor sie ins Wasser geht. Ist der Wert noch etwas zu niedrig (wir starten gerne mit ca. 150 mg/dl), gibt es vorher noch eine Kleinigkeit wie Butterkekse zu essen. Etwas langanhaltendes, ohne Schokoladen. Diese schmilzt einfach zu schnell in der Sonne.
Wir müssen beim Messen aber auch immer darauf achten, dass die Hände schön trocken sind, da es sonst zu falschen Blutzuckerwerten kommen kann.

2. Insulinpumpe und Messgerät?

Leonie trägt eine Insulinpumpe und diese ist leider nicht wasserdicht. Also müssen wir die Pumpe vor jedem Gang ins Wasser erstmal abkoppeln.
Während dieser Zeit beim Baden geben wir ihre Insulinpumpe meist in eine kleine Kühltasche mit einem Kühlakku (allerdings nur im Kühlschrank leicht gekühlt und nicht im Gefrierschrank eingefroren- wird sonst zu kalt), der zusätzlich noch mit einem Geschirrtuch umwickelt ist. Es soll der direkte Kontakt zwischen Insulin und Gefrierakku vermieden werden. In diese Kühltasche geben wir aber auch das Messgerät und die Teststreifen. Dürfen ja auch nicht zu heiß werden.
Allerdings dürfen wir die Insulinpumpe nicht länger als eine Stunde am Stück “weglassen”, da wir sonst am Abend mit hohen Blutzuckerwerten rechnen müssen. Aber ab und an eine kleine Ruhepause sollte ja immer mal eingelegt werden. Meist gibt es dann einen kleinen Snack wie beispielsweise eine Wassermelone oder auch mal ein Eis, aber auf alle Fälle etwas mit Bolus. Während der “wasserfreien” Zeit, koppeln wir die Insulinpumpe auch immer wieder an. Leonie bekommt ein helles, etwas längers T-Shirt angezogen, so dass die Insulinpumpe und vor allem der Schlauch etwas vor der direkten Sonneneinstrahlung geschützt ist.

3. Katheter

Eine kleine Schwachstelle kann die Katheternadel und das Pflaster sein. Dieses kann sich schon mal lösen. Wir haben deshalb immer einen oder zwei Ersatzkatheter beim Schwimmen dabei. Ein spezielles Tape kleben wir nicht darüber, das mag unserer Tochter nicht. Allerdings wechseln wir nach einem Badetag am Abend den Katheter. Wir haben damit gute Erfahrungen gesammelt. Auch wenn der Katheter noch gut aussieht. Wir hatten immer Probleme. Doch mit dem täglichen Katheterwechsel beispielsweise im Urlaub sind diese Probleme verschwunden.

Wie löst ihr das Insulinpumpen Problem im Sommer? Welche Tipps könnt ihr weitergeben?

Kathy

Kathy

Im November 2012 erkrankte meine damals 5jährige Tochter an Diabetes Typ 1. Eine Krankheit die unser (Familien-)Leben vollkommen auf den Kopf gestellt hat.
Kathy

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4 Kommentare

  • Claudia 08/07/2015 at 16:41

    HI! Meine Tochter klebt ihren Katheter immer mit Tegaderm (Bei uns heißt es Tigerhaut 🙂 ab.
    Das lässt sich nach dem Baden super wieder entfernen und stört nicht beim Schwimmen. Allerdings geht auch da der Katheter bei mehrmaligem Abkleben mal ab.
    Liebe Grüße vom Deich
    Claudia

    Reply
  • Nadja 07/07/2015 at 22:49

    also zum thema katheter/pod im wasser… ich bin selbst seit einiger zeit mehrmals die woche schwimmen. leider habe ich auch noch keine richtige lösung gefunden. nach ca. einer dreiviertel stunde löst sich mein omnipod IMMER da kann man vorher abtapen/abkleben wie man will. habs sogar schon großflächig mit wasserdichtem fixomull probiert aber sogar da zieht irgendwann wasser ein.
    lg nadja

    Reply
  • Annemarie 07/07/2015 at 20:24

    Wir haben immer unsere Frio Kühltasche dabei.
    Liebe Grüße Annemarie

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