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Endlich Winter – Auf geht’s zum Schlittenberg

Es schneit, es schneit. Endlich fällt der erste Schnee. Darauf hat meine Tochter schon seit Wochen sehnsüchtig gewartet. Ohne Schnee, ist es kein richtiger Winter, so meine Tochter (nun ich bin da anderer Meinung 🙂 ).
Sobald also die ersten Schneeflocken vom Himmel fallen, geht es los mit der Vorfreude auf das Spielen und Toben im Schnee.
Einen Schneemann bauen, eine Schneeballschlacht, Schlittschuhlaufen und Rodeln gehört zum Winterspaß einfach dazu.

Doch wohin bei Schnee, Eis und Kälte mit den ganzen Diabetes Utensilien?
Insulin, Insulinpumpe, Blutzuckermessgerät, dass alles ist nicht wirklich für einen langen Aufenthalt in der Kälte geschaffen.
Die Insulinpumpe gegen die Kälteeinwirkung zu schützen bereitet uns dabei die geringsten Schwierigkeiten. Sie wird im Schneeanzug ja gut gegen die Kälte und Nässe geschützt.
Beim Blutzuckermessgerät / der Fernbedienung und den Teststreifen sieht es da schon ganz anders aus. Wohin damit? Im letzten Winter haben wir diese Dinge in einen größeren Brustbeutel um den Hals getragen und unter der Jacke verstaut. Das hat prima geklappt. Denn so bleibt das Messgerät nicht nur warm, sondern es hat auch den Vorteil, dass es jederzeit schnell mal hervorgeholt werden kann, wenn es benötigt wird.

Endlich, auf geht’s zum Schlittenberg

Sind die ganzen Diabetes Utensilien gut und sicher verstaut, kann es endlich losgehen mit dem Spielspaß im Schnee.
Ganz besonders hoch im Kurs steht bei uns der kleine Schlittenberg. So oft es geht, wird sich dort verabredet. Den ganzen Nachmittag rodeln, bedeutet aber auch den ganzen Nachmittag immer wieder den Holzschlitten den kleinen Berg hochziehen. Bei dieser Anstrengung kann sich jeder vorstellen, wie sich das auf den Blutzucker auswirkt.
Damit unsere Tochter einen unbeschwerten Nachmittag erleben kann, und um eventuelle Unterzuckerungen schon im Vorfeld vorzubeugen, reduzieren wir die temporäre Basalrate ihrer Insulinpumpe. Je nach Ausgangswert des Blutzuckers, gibt es dann noch ein paar langanhaltende KE/BE in Form von Müsliriegel oder ähnlichem zu essen. Ein weiterer Müsliriegel wird noch eingepackt und Traubenzucker oder Gummibärchen hat sie sowieso immer in ihren Jackentaschen.
Etwas schwierig kann sich manchmal das Blutzuckermessen gestalten, nicht nur weil das Messgerät zu kalt ist, nein die Finger sind nicht warm genug. Durch die fehlende Durchblutung kommt manchmal kein oder einfach zu wenig Blut zum Messen. Wir müssen also immer darauf achten, dass die warmen Handschuhe auch wirklich an den Händen bleiben. Gerade nach einer Schneeballschlacht sind Handschuhe ja gerne mal unangenehm feucht und nass, deshalb haben wir immer ein paar Ersatzhandschuhe im Rucksack dabei.

Aber auch noch zwei / drei Stunden nach dem Schlittenberg-Winterspaß müssen wir den Blutzucker im Auge behalten. Nach so einer Anstrengung füllen sich die Muskelzellen gerne auch mal im Schlaf wieder auf und sorgen so für unerwünschte Unterzuckerungen.

Mit etwas Erfahrung und guter Vorbereitung kommen wir so gut durch den Winter und genießen unseren Spaß im Schnee.

Kathy

Kathy

Im November 2012 erkrankte meine damals 5jährige Tochter an Diabetes Typ 1. Eine Krankheit die unser (Familien-)Leben vollkommen auf den Kopf gestellt hat.
Kathy

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