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Herbstzeit – Erkältungszeit

Gerade die Übergangszeit bringt gerne schon einmal die erste Erkältung mit sich. Morgens ist es schon kalt – um 12.30 Uhr wenn der Kindergarten aus ist, kommt Phil verschwitzt nach Hause. Die ersten Rotznasen begegnen einem im Kindergarten und man kann praktisch schon sehen, dass sich Bakterien so groß wie Luftballons auf die Reise zu Phil machen.

Auch bei uns war es schon wieder soweit. Den ersten Schnupfen haben wir schon überstanden. Was aber, wenn es Phil wieder richtig erwischt? Ich bin bisher mit dieser Methode ganz gut gefahren:

Ich erhöhe die Basalrate um 30 % (ggf. noch höher) und schaue wie sich der Blutzucker im Laufe des Tages entwickelt. Ich gebe Phil natürlich viel zu trinken – möglichst viel warmen Tee und Wasser. Ich versuche auf Zero-Getränke in der Erkältungsphase zu verzichten. Wenn Phil Fieber hat gibt’s erstmal nach Großmutters Art Wadenwickel und eine Kühle Kompresse auf die Stirn. Erst wenn das alles nicht hilft und sich Phil über Tag richtig schlecht fühlt gebe ich ein fiebersenkendes Medikament. Wenn er Fieber hat es ihm aber einigermaßen “gut” geht – lasse ich das Fieber wirken. Wenn Phil etwas isst gebe ich ihm einen normalen Bolus dafür ab und korrigiere ihn auch entsprechend auf unseren Zielwert von 120 mg (dabei darf ich natürlich nicht die erhöhte Basalrate vergessen). Bei Erkältungen gibt’s bei uns “Couch-Ruhe” – das wird erfahrungsgemäß viel besser angenommen als die “Bett-Ruhe”. Dazu gibt’s schöne Filme, Bücher vorlesen, Kuscheltiere und Spielsachen auf die Couch 🙂 Da kann man es dann einigermaßen aushalten. Da Phil leider zur Ketonenbildung neigt, messe ich auch regelmäßig die Blutketone. Wenn er wenig gegessen hat, kann es auch hier natürlich zu Hungerketonen und einhergehend zu Übelkeit kommen.

Ich versuche immer alles erst einmal selbst zu behandelt. Wenn ich bemerke, dass es nicht besser wird gehe ich selbstverständlich sofort zum Arzt. Aber ich hasse die vollen Wartezimmer aus denen man kränker rauskommt wie man reingegangen ist.

Bei der Gabe von Antibiotika konnte ich feststellen, dass der Blutzucker sich stark erhöht und auch über die komplette Zeit der Antibiotikabehandlung hoch bleibt. Eine Tage nach Beendigung der Dosis normalisiert sich der Blutzucker dann wieder.

*Wenn Ihr Euch Unsicherheit seit, dann sucht auf alle Fälle Euren Kinderarzt oder Diabetolagen auf. Er kann Euch am Besten sagen, welche Maßnahmen Ihr ergreifen sollt.

Gast Autor

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