diabetes stiftung dianino

Stiftung Dianiño – unser Interview mit der Stiftungsgründering Ingrid Binder

Ein herzliches Dankeschön an Ingrid Binder – die trotz Ihrer so informativen Webseite www.stiftung-dianino.de uns nochmals die wichtigsten Fragen rund um einen Diabetes-Nanny-Einsatz erklärt hat!

KmT1D: Wie kann man eine Nanny anfordern?

Ingrid Binder: Eine Dianiño Nanny kann man über seinen Kinderdiabetologen anfordern. Man bittet diesen eine Hilfsanfrage für einen an Dianiño stellt.

KmT1D: Für welchen Zeitraum kann man eine Nanny anfordern? Gibt es ein Limit?

Ingrid Binder: Die Dianiño-Nanny ist als extrem schnelle, unkomplizierte, unbürokratische aber kurzfristige Hilfe gedacht. Die Dianiño-Nanny unterstützt –  immer nach Absprache mit dem betreuenden Kinderdiabetologen – die Familien, das Kind für einen bestimmten Zeitraum. Acht Einsätze sind das Limit, natürlich gibt es Ausnahmen in schwerwiegenden Fällen. Denn die Dianiño Nanny ist als Überbrückungshilfe oder „Feuerwehr“-Hilfe gedacht. Das heißt, für einen schnellen Einsatz, Notfall oder zur Überbrückung bis andere Hilfen greifen.

KmT1D: Kann ein Einsatz auch gesplittet werden?

Ingrid Binder: Ja, das ist möglich. Denn jede Hilfsanfrage ist ja individuell. Gemeinsam mit dem Kinderdiabetologen und der Familie wird die bestmöglichste Art und Weise des Dianiño Nanny Einsatzes und der Hilfe besprochen und durchgeführt.

KmT1D: Für wen ist die Hilfe gedacht?

Ingrid Binder: Für alle betroffenen Familien, erkrankten Kinder und Jugendliche und für die Betreuer die für besondere Situationen Hilfe und Unterstützung brauchen.  Sei es für die Schulung und Information des Kindergarten/Schulpersonals über die Erkrankung und deren Handhabung, sei es die ersten Zeit nach der sehr einschneidenden Diagnose oder wenn plötzlich familiäre Probleme oder Veränderungen auftreten.

KmT1D: Wer übernimmt die Kosten für den Einsatz? Muss ich einen Eigenanteil bezahlen?

Ingrid Binder: Weder der Familie noch dem Ärzte-Team entstehen Kosten. Die Dianiño Nanny-Einsätze sind für alle kostenfrei. Dianiño finanziert die Hilfseinsätze über Spenden.
Es ist absolut nicht einfach, wie Sie sich vorstellen können, Menschen dazu zu bewegen, für zuckerkranke Kinder zu spenden (bei den vielen besser bekannten Krankheitsbildern), aber es gelingt uns mit sehr viel Engagement.

KmT1D: Was tun, wenn der Arzt sich weigert  Kontakt mit Dianino aufzunehmen? Kann ich mich direkt an die Stiftung wenden?

Ingrid Binder: Es kommt zwar sehr, sehr selten vor, aber wenn doch, reicht ein Mail an mich und ich versuche dann umgehend persönlich mit dem Arzt eine gute Lösung für die Familie, das Kind zu erreichen.  

KmT1D: Muss der Kinder-Diabetologe eine Nanny anfordern, oder darf das auch der Kinderarzt oder auch der Hausarzt der Mutter?

Ingrid Binder: Eine Hilfsanfrage an Dianiño muss immer über bzw. vom Kinderarzt gestellt werden, da wir von der Stiftung immer gewährleisten müssen, dass der betreuenden Arzt mit unserem Einsatz in der Familie, beim Kind, einverstanden ist und darüber Bescheid weiß

KmT1D: Kann eine Nanny auch mal als „Babysitter“ angefordert werden, wenn die Eltern einfach mal ein paar Stunden ausgehen möchten?

Ingrid Binder: Das kann Dianiño leider mit seinen Dianiño Nannies nicht leisten.

KmT1D: Was macht eine Nanny?

Ingrid Binder: Die Dianiño Nanny hat große Erfahrung im Umgang mit zuckerkrankten Kindern. Sie kommt in die Familie – direkt nach Hause oder ins häusliche Umfeld und unterstützt die Familie, das Kind in Situationen mit denen man sich alleine überfordert fühlt und hilft  Lösungen zu finden.

KmT1D: Darf eine Diabetes-Nanny auch beim Blutzuckermessen und Spritzen unterstützen?

Ingrid Binder: Da unsere Dianiño-Nannies Kinderkrankenschwestern, Diabetesberaterinnen und erfahrene, selbst betroffene Mütter/Väter sind,  ist dies theoretisch möglich. Allerdings bespricht die Dianiño-Nanny vor jedem Hilfseinsatz immer ganz konkret und ausführlich mit dem betreuenden Kinderdiabetologen, welche Unterstützung sie genau für und in der Familie leisten soll.

 

 

 

Gast Autor

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