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Die erste Flugreise seit der Diagnose Diabetes Typ 1 steht bevor…

Der erste “richtige” Badeurlaub seit der Diagnose steht bevor. Ganz ehrlich gesagt ist meine Vorfreude, die ich sonst schon immer seit Beginn der Buchung unserer Urlaube hatte, etwas “getrübt”. Oder einfach überschattet von dem Gedanken “wird alles gut gehen?! Wie reagiert Max auf die Hitze? Wie werden die Werte sein, wenn er den ganzen Tag, ausser zum Bolen alle 2 Stunden, ohne Pumpe “herumtobt”. Wird der Katheter halten?” Gut, das werde ich bald herausfinden.D och was ist alles zu beachten, an was zu denken? Was darf ich, auf gar keinen Fall vergessen?”

Als erstes bestellte ich bei unserem Händlershop für Diabetesbedarf genug Material, um ggf. auch, falls nötig, den Katheter täglich wechseln zu können. So bin ich gut ausgerüstet. Auch die Ersatzpumpe ist natürlich dabei! (Mit Pen haben wir nie gelernt zu spritzen, da wir von Anfang an,die Pumpe plus Ersatzpumpe bekamen).
Als nächstes besorgte ich mir für die Sicherheitskontrolle/Zoll für den Flughafen eine Bescheinigung vom Dia-Doc, dass ich ALLES, was ich benötige für Max’Diabetes-Management im Handgepäck bei mir führen kann. Das Insulin werde ich in der “Friotasche” zusätzlich in einer kleinen Kühltasche mit Akku (aus dem Kühlschrank, NICHT Gefrierfach, bei mir führen).
Diese Bescheinigung MUSS bei jeder Flugreise vorgelegt werden! WICHTIG!

Ausserdem habe ich mir von “BAYER” die “Diabetes-Airline-Checkliste”ausgedruckt, in der alle “großen” Fluggesellschaften über bestimmte Dinge, wie z.B., ob man den Diabetes vorher “anmelden” muss, über eine Aufteilung des Insulins von Mitreisenden (Schutz vor Verlust), Schulung des Bordpersonals auf Diabetes, Glukagonspritze/Traubenzucker an Bord u.s.w.

Ebenso den von “Roche”/Accu-Chek Ratgeber “Gut gerüstet-unbeschwerte Urlaubswochen mit Diabetes”.
Enthält z.B.eine Urlaubs-Checkliste ,sowie das wichtigste Vokabular für den Diabetes in englischer Sprache! Zu empfehlen auch in verschiedenen Sprachen der “Diabetes Dolmetcher in 11 verschiedenen Sprachen erhältlich unter der Servicenummer:0800/5088822 bei “BAYER”.
Damit das Insulin am Strand/Pool nicht zu heiß wird, habe ich mir ein Thermobehältnis besorgt, in der das Insulin seine eigentliche “normale”Temperatur behält, nicht zu heiß werden kann. Ausserdem bestens geschützt vor Sand 🙂

Natürlich habe ich mich nach den nächsten deutschen Ärzten oder auch der nächsten Klinik erkundigt, für alle Fälle.
Mehr, an Vorbereitung kann ich nicht machen, jetzt hoffe ich einfach auf einen schönen, unbeschwerten Urlaub mit glücklichem Kind und guten Werten! 🙂

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3 Kommentare

  • Tim (@Tim_T1D) 07/06/2015 at 21:02

    Hallo Silke!

    Zum Thema “Flugreisen mit Diabetes-Utensilien” kann ich aus Erfahrung mit meinem Vater nur sagen: Mit der Bescheinigung seid ihr im Zweifelsfall auf der sicheren Seite, aber die Tasche mit Insulin, Pens, Kanülen etc. hat bisher bei der Sicherheitskontrolle noch niemanden interessiert – wenn ich mich recht erinnere noch nicht mal, als mein Vater noch “richtige” Einwegspritzen benutzt hat. Wenn sie ganz genau waren, haben sie mal reingeguckt, aber noch nicht mal gefragt, was das sei. Ein “Harry Potter”-Buch im Handgepäck wurde dagegen an einem britischen Flughafen schon mal auf Sprengstoff untersucht… 😉
    Sonst solltet ihr, wie ja auch immer empfohlen wird, genug Zeug im Handgepäck mitnehmen, dass ihr ein paar Tage überleben könnt, falls der Koffer mal Umwege fliegt. Oder ihr nehmt gleich alles ins Handgepäck, dann seid ihr ganz sicher. In die Mitte der Kleidung gepackt sollte das Insulin auch im Koffer überleben, es gab da mal ein Experiment zur Temperatur im Frachtraum von “Kopfball” (ARD) – ausgenommen ihr macht einen Langstreckenflug.
    Kann man Diabetes bei Fluggesellschaften anmelden? Das wusste ich bisher noch gar nicht. Für mich persönlich würde ich das nicht für nötig halten: Es gibt ja kein spezielles Essen (mehr) und Hypo-Helfer hat man ja (hoffentlich) ohnehin dabei. Und falls ihr euer “elektronisches Gerät” ausschalten sollt, kann man sicher mit den Flugbegleiterinnen reden.

    Als Penner – und außerdem relativer Neuling als Typ 1 (statt “nur” Typ F) und Nicht-Badeurlauber – kann ich euch bei den speziellen Pumpen-Fragen nicht weiterhelfen. Aber ich denke, nach einer kurzen Findungsphase wird sich das schon einpendeln. Ich wünsche euch jedenfalls einen tollen Urlaub mit viel Erholung und Spaß trotz aller neuen Situationen!

    Grüße, Tim

    Reply
  • Jasmin 23/06/2014 at 20:15

    Hallo Silke,

    das hatten wir im letzten Jahr auch alles zum ersten Mal. Bei Fluggesellschaften alles angemeldet etc. und dann hat es am Fughafen keinen Menschen interessiert. Ich hatte einen extra Koffer in Handgepäcksgröße für Yannik gepackt. Wir hatten die Pumpe wirklich nur zum Essen bolen an, ansonsten hatten wir klasse Werte, eher zu tief. Katheder mussten wir allerdings täglich wechseln, da wir eigentlich den ganzen Tag im Wasser waren und dann auch noch mehr Meerwasser.

    Wird schon, wirst schon sehen.

    Gruß und viel Spaß

    Jasmin

    Reply
    • silkeregner 23/06/2014 at 21:34

      Danke Jasmin! Ich denke auch,es wird schon alles klappen:-)

      Reply

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