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HbA1c – Wert, warum dieser Wert uns so viel bedeutet

HbA1C – Was ist das?

Ein wichtiger Indikator für eine gute Blutzuckereinstellung ist der sogenannte HbA1c – Wert, auch Blutzuckerlangzeitgedächtnis genannt.
Der HbA1c- Wert ist ein Eiweißkörper der roten Blutkörperchen, der sich in gewissen Ausmaß unlösbar mit Zucker (Glucose) verbindet. Die Bindung mit Zucker, auch gelegentlich “Verzuckerung” genannt, hängt von der durchschnittlichen Blutzucker (BZ)-höhe eines Menschen ab.* D.h. je höher der Blutzuckerspiegel über einen gewissen Zeitraum, umso höher der HbA1c-Wert. Mit diesem Wert kann der Arzt daher den durchschnittlichen Blutzuckerwert der letzten 8 bis 10 Wochen ermitteln.

Je niedriger der HbA1c-Wert, desto besser die Blutzuckereinstellung des Diabetikers.
Bei gesunden Menschen liegt der HbA1c-Wert zwischen 4,5 und 6,5 Prozent, bei “gut eingestellten Diabetikern” zwischen 6,5 und 7,0 Prozent und bei schlecht eingestellten Diabetikern über  7,5 Prozent.

Doch warum ist dieser HbA1c Wert so wichtig für uns Eltern?

Nun es ist eigentlich ganz einfach: Je niedriger der HbA1c-Wert, desto geringer ist das Risiko von Folgeerkrankungen. Je niedriger der HbA1c-Wert desto besser ist die Qualität des Diabetesmanagements. Je niedriger der HbA1c-Wert, desto besser hat man den Diabetes seines Kindes im Griff.

Und damit beginnt das Dilemma für uns Eltern. Wir messen uns an diesem Wert. Ein niedriger HbA1c-Wert steht dafür, das wir gute Arbeit geleistet haben, dass wir unser Kind perfekt unterstützen. Ein schlechter HbA1c-Wert kratzt an unserem Selbstwertgefühl. Gibt uns das Gefühl versagt zu haben. Dabei wissen wir doch, Kinder “gut” einzustellen ist reine Glückssache. Zu viele unberechenbare Faktoren, die sich auf die Höhe des Blutzuckers auswirken, spielen täglich eine Rolle. Wachstumshormone, Infekte, Aufregungen, kohlenhydratreiche Mahlzeiten, etc. etc.
Aber wir haben auch Angst, dass unsere Kinder uns eines Tages sagen, wir hätten nicht alles für sie getan.

Versuchen wir aber dennoch diesem Wert nicht zu viel Gewicht für unser tägliches Leben mit dem Diabetes zu geben. Ich arbeite dran, jedes Quartal aufs Neue

*Quelle: Diabetes-Kids.de

Kathy

Kathy

Im November 2012 erkrankte meine damals 5jährige Tochter an Diabetes Typ 1. Eine Krankheit die unser (Familien-)Leben vollkommen auf den Kopf gestellt hat.
Kathy

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