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Geschwisterkinder von Kids mit Diabetes Typ 1

Als bei meinem Sohn im November 2011 Diabetes festgestellt wurde, war sein Bruder 5 Jahre alt. Die Brüder haben ein sehr gutes und inniges Verhältnis. Sie liegen vom Alter her auch nur 19. Monate auseinander. Mein großer Sohn war sehr erschrocken, als Max ins Krankenhaus musste. Da ich natürlich selbst total geschockt war und diese schlimmen Neuigkeiten erstmal “verdauen” musste, hat es einige Tage gedauert, bis ich ganz in Ruhe meinem Sohn die neue Situation erklären konnte. Er konnte sich die ersten Wochen nur schwer damit “abfinden”. Beim Besuch im Krankenhaus ging er auch jedes Mal vor die Tür, wenn ein neuer Katheter gesetzt werden musste, da Max die erste Zeit dabei sehr geweint hat. Er konnte es einfach nicht ertragen,seinen kleinen Bruder so weinen zu sehen. Er tat mir so leid. Ich wechselte mich im Krankenhaus mit Max’ Papa ab,und die Tage/Nächte wo ich dann zu Hause war, versuchte ich, ganz für meinen “Großen”da zu sein. Ich bin ganz ehrlich: die erste Zeit drehte sich hauptsächlich alles um den Diabetes und ich hatte das Gefühl, meinem Sohn nicht gerecht zu werden. Aber-mit der Zeit kommt die Routine, man wird sicherer, ist nicht mehr so ängstlich. Diese Gefühl hat sich dann auch auf meinen Sohn übertragen. Als er gemerkt hat, dass ich, nach einiger Zeit, damit viel lockerer umgehe, tat er es auch. Katheter setzen war bald auch kein Problem mehr, es “lief” alles. Da für Max auch der Diabetes mittlerweile einfach “dazu” gehört und er damit ganz selbstverständlich umgeht, macht der große Bruder es auch. Er ist z.B. sofort mit Traubenzucker zur Stelle, wenn Max eine Hypo hat und misst auch schon mal den Blutzucker, wenn Max “keine Lust” hat. Die Zwei sind ein “eingespieltes”Team! 🙂

Gast Autor

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